Mehr Menschen mit Handicap einen richtigen Beruf ermöglichen

Mehr Menschen mit Handicap einen richtigen Beruf ermöglichen
Bernd Rützel (SPD) unterstützt Projekt »Inklusiv! Gemeinsam arbeiten«

„Wenn es um den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt geht, ist kaum eine Gruppe so benachteiligt, wie Menschen mit Behinderung“, hielt der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernd Rützel im Gespräch mit Madeleine Leube, Fachbereichsleiterin Inklusiv der Mainfränkischen Werkstätten, und Integrationsbegleiter Christian Büdel fest. Mit dem Projekt »Inklusiv! Gemeinsam arbeiten« wollen sie das ändern und den Beschäftigten der Mainfränkischen Werkstätten helfen, einen regulären Arbeitsplatz zu finden.

Dabei steht die Wahlfreiheit für die 1300 Werkstattbeschäftigten im Einzugsgebiet Kitzingen, Würzburg und Main-Spessart an oberster Stelle: sie sollen wählen können, ob sie in einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeiten wollen oder in Betrieben der Region. „Ein wichtiges Projekt, denn seit Jahren wird lediglich ein schwindend geringer Anteil von Durchschnittlich einem Prozent der Werkstattbeschäftigten in den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt“, befand Rützel, der als Mitglied im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales ähnliche Programme kennt.

Zum Projektstart im Januar 2015 meldeten sich auf Anhieb 25 Teilnehmer. Derzeit sind ingesamt 65 Menschen mit Handicap in der Maßnahme. Mindestens 50 von ihnen sollen bis Ende dieses Jahres in festen Patenschaftsvereinbarungen untergebracht sein. Betreut werden sie dabei von einem Team aus sieben Integrationsbegleitern, die auf ein Netzwerk von über 200 Arbeitgebern zurückgreifen können. Die Schwierigkeit sei, passgenau zu den Fähigkeiten ihrer Klienten Arbeitsplätze im Lebensraum und der Region zu finden, so Leube und Büdel.

Ein weiteres Problem: wie geht es weiter, wenn die Klienten vermittelt sind? Eine Nachbegleitung und weitere Betreuung im Betrieb seien in vielen Fällen nötig. „Verlässliche Ansprechpartner sowohl für Unternehmen als auch für die Mitarbeiter sind für den Erfolg des Projektes und eine langfristige und dauerhafte Beschäftigung in Unternehmen enorm wichtig“, so Rützel. Damit das möglich wird, sei entscheidend, dass die entsprechenden Finanzmittel im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes bereitgestellt werden. Hierfür sicherte Rützel seine Unterstützung zu und hielt spontan auch ein paar Tipps und Ansprechpartner für mögliche Arbeitsplätze bereit. „Wenn Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einen Job finden, nützt das allen“, ist Rützel überzeugt. „Menschen mit Behinderung sind leistungsfähig und motiviert und haben eine ehrliche Chance verdient.“

Text: Pressemitteilung von Bernd Rützel, Mitglied des Bundestages (22.09.2017)