Multiplikatorenschulung in den Mainfränkischen Werkstätten „Mobilität – so gelingt Teilhabe“

Multiplikatorenschulung in den Mainfränkischen Werkstätten „Mobilität – so gelingt Teilhabe“

Das Team von „INklusiv! Gemeinsam arbeiten“ und 9 Kollegen aus dem Berufsbildungsbereich, Sozialdienst und Gruppenleiter der Mainfränkische Werkstätten GmbH nahmen an der Multiplikatoren-Schulung „Mobilität – so gelingt Teilhabe“ der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BWG) teil. Die Schulung ist Bestandteil des Programmes „Kompetent mobil“ und richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die mit Menschen mit Handicap arbeiten und deren Mobilitätskompetenz steigern möchten. Durch die Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB), einem langjährigen Kooperationspartner der Mainfränkischen Werkstätten und steter Begleiter des Projektes „INklusiv! Gemeinsam arbeiten“, wurde neben dem theoretischen Teil auch ein praktischer Teil möglich. Das praktische Training fand im Straßenbahn- und Omnibusbetriebshof der WSB im Würzburger Stadtbezirk Sanderau statt. Die Rollstühle und Rollatoren hierfür wurden von einem weiteren Kooperationspartner, dem Sanitätshaus Haas, zur Verfügung gestellt.

„Gerade auf dem Weg zum Arbeitsplatz passieren viele Unfälle“ so der Schulungsleiter Herr Jürgen Mies vom Fachteam „Kompetent mobil“. Viele Menschen mit Behinderung sind auf die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Straßenbahn angewiesen, um zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. „Unsicheres Verhalten beim Ein- bzw. Aussteigen führt nicht selten zu Unfällen“ erklärt Mies weiter.

Zum Ein- und Ausstiegstraining stehen eine Straßenbahn sowie ein Bus bereit. Ohne fremde Hilfe in einen Bus oder eine Straßenbahn einzusteigen, ist für Menschen die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, oft nicht möglich. „Machen Sie den Straßenbahnfahrer durch Winken auf sich aufmerksam“ rät Herr Strasser von der WSB Würzburg. „Unsere Fahrer durchlaufen in der Ausbildung auch ein Mobilitätstraining und wissen daher genau wie sie jemanden beim Ein- und Aussteigen unterstützen können“ so Strasser weiter.

 

Für die Schulungsteilnehmer, die sich beim Einsteigen in die Straßenbahn mit dem Rollstuhl redlich abmühen, hat Strasser noch einige Tipps bereit. „Drücken Sie immer den blauen Kinderwagenschalter, dann bleibt die Tür länger offen und beim Fahrer leuchtet ein Signal auf“ und „sagen Sie Ihrer Begleitperson es ist meist leichter, wenn man den Rollstuhl rückwärts hochzieht“. Auch für das Abstellen von Rollstühlen und Rollatoren in der Straßenbahn bzw. im Bus gilt, immer gegen die Fahrtrichtung abstellen. Nach vielen Übungseinheiten bedankt sich Madeleine Leube, Leiterin von „INklusiv! Gemeinsam arbeiten“, bei den Schulungsleitern und beim Kooperationspartner WVV Würzburg und erklärt „unser Ziel ist es unsere Mitarbeiter im Bereich Mobilität zu stärken, um eine erhöhte Teilhabe am Arbeitsleben und in der Gesellschaft zu fördern“. Weiter verspricht sie „das war sicher nicht das letzte Mal, dass der Unternehmensverbund der Mainfränkischen Werkstätten an einem Training zur Förderung von Mobilitätskompetenz teilgenommen hat.“